In den frühen Morgenstunden wurden die Einsatzkräfte zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand alarmiert. Bei unserem Eintreffen war eine große Rauchsäule über dem Gebäude erkennbar, Flammen schlugen aus den Fenstern. Während der Erkundung wurde eine Person am Dachfenster gesichtet und bis zur Rettung über die Drehleiter betreut. Eine weitere Person wurde im Rahmen der Menschenrettung über ein Treppenhaus evakuiert. Zwei weitere Personen haben sich vor unserem Eintreffen bereits eigenständig aus dem Haus begeben. Wir leiteten die Brandbekämpfung über drei C-Rohre im Innenangriff ein, um die in Vollbrand stehende Wohnung zu löschen. Alle geretteten Personen wurden an den Rettungsdienst übergeben und von diesem weiterversorgt. Da sich das Feuer über eine Zwischendecke auf den Dachstuhl ausbreitete, mussten wir im Verlauf über zwei Drehleitern die Brandbekämpfung im Dachbereich einleiten. Aufgrund der baulichen Begebenheiten, wurden Teile des Dachs mittels Kran abgetragen, um eine Zugangsmöglichkeit für das Löschwasser im hinteren Gebäudebereich zu schaffen. Dies war jedoch nur in einem bestimmten Maß möglich, um die Stabilität des Dachstuhls nicht weiter zu gefährden. Letztlich wurde der Dachstuhl mittels Schaum eingedeckt, um etwaige schwer zu erreichende Glutnester zu bekämpfen. Da sich der Einsatzzeitraum insbesondere über die Morgenstunden erstreckte, wurde unsere Verwaltungsabteilung nachalarmiert, welche die Einsatzkräfte umfangreich mit Frühstück stärkte. Weiterhin unterstützten uns die Gastronomen aus der Umgebung mit Getränken und Snacks, um bei Kräften zu bleiben. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufgrund der baulichen Begebenheiten als sehr erschwert. Viele Glutnester waren nicht zu erreichen, auch das Einreißen einer Zwischendecke brachte keinen großen Erfolg in unseren Löschmaßnahmen. Wir haben gezielt über die Drehleiter das Dach weiter eröffnet und mittels Netzmittel versucht die Glutnester zu bekämpfen. Nach mittlerweile über 12 Stunden Einsatzzeit, wurde die Einsatzstelle an nachrückende Kräfte übergeben und wir haben uns aus der Einsatzstelle herauslösen lassen.   
Fotos: FF Heide-Stadt |