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Pünktlich um 19.30 Uhr eröffnete unser Gemeinde- und Ortswehrführer André Eichert die Jahreshauptversammlung am 09. Januar im Gerätehaus am Kirchspielsweg für das Dienstjahr 2025. Trotz einiger krankheits- und wetterbedingter Absagen war unser Saal wie immer bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Kameradinnen und Kameraden aus allen Abteilungen unserer Wehr, eine Abordnung unserer Ortswehr Süderholm, Abordnungen unserer umliegenden Wehren, geladene Gäste aus zahlreichen Organisationen mit enger Zusammenarbeit als auch der Politik und Verwaltung folgten der Einladung zu dieser Veranstaltung.
Gedenken verstorbener Kameraden
Nach der Begrüßung unserer Gäste, gedachten wir dem im letzten Jahr verstorbenen Kameraden Karl-Heinz Kessler. Die Versammlung erhob sich für einen Moment der Stille.
In alt bekannter Tradition verköstigt und für den Abend gestärkt...
Der alljährliche Dank galt zu Beginn der Veranstaltung unserer Verwaltungsabteilung für die Bewirtung an dem Abend sowie dem Förderverein und einigen seiner Mitglieder, denn auch in diesem Jahr wurde in alt bewährter Tradition die Erbsensuppe angeboten. Diese wurde am Vorabend in einem gemeinsamen Kochevent kredenzt und nun zur Stärkung unserer Kameradinnen und Kameraden sowie unserer Gäste serviert.
Nachdem alle Schüsseln und Teller ausgelöffelt waren, setzte die Veranstaltung mit dem Jahresbericht unseres Wehrführers fort.
Die Einsatzzahlen bleiben hoch, doch das Engagement der Wehr ebenso!
„Die Freiwillige Feuerwehr Heide-Stadt blickt erneut auf ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr zurück. In den vergangenen zwölf Monaten des Jahres 2025 galt es, wieder zahlreiche Herausforderungen zu meistern, und gemeinsam konnten wir dabei auch viele Erfolge erzielen.” Mit diesen Worten leitete Ortswehrführer Eichert in seinen Bericht ein.
Rund 332 Einsätze ließen sich im vergangenen Jahr verzeichnen, aufgeteilt in 163 Feuer- und 169 Technische Hilfeleistung-Alarmierungen. Als Großfeuer eingestufte Brandereignisse gab es 2025 nur einmal im Heider Stadtgebiet. Dieses spielte sich im Ostroher Weg ab und stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. Wir berichteten öffentlich darüber... Glücklicherweise zählten wir ein weiteres Jahr ohne Brandtote. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der nachbarschaftlichen Löschhilfen um neun Alarmierungen auf insgesamt 16 Einsätze für unsere Wehr an. Aus der Statistik entnommen, gab es dann noch 5 Mittelfeuer, 26 Kleinfeuer, 9 Containerbrände sowie 7 PKW-Brände. Das wie in den Vorjahren abgelaufene Großfeuer in den ersten Stunden des Neujahrsmorgens blieb diesmal glücklicherweise aus.
Einsätze im Rahmen von Verkehrsunfällen gab es 2025 zehn Stück. Leider wurden wir dabei auch wieder mit dem Tod konfrontiert. Das Alarmierungsstichwort „Notfall – Tür verschlossen“ bleibt mit insgesamt 49 Alarmierungen auf einem kontinuierlich hohen Niveau, über die Hintergründe der 19 Fehlalarmierungen in dieser Kategorie kann unser Wehrführer nur mutmaßen. In 30 Fällen konnte die Feuerwehr dem Rettungsdienst Zugang zu verschlossenen Wohnungen verschaffen, um verunfallten oder schwer erkrankten Menschen helfen zu können. Auch dies erfolgte wieder in gewohnt enger Zusammenarbeit.
Die genaue Aufschlüsselung aller Einsätze kann der Jahresstatistik 2025 entnommen werden.
Im Jahresverlauf wurde von Bürgerinnen und Bürgern im Durchschnitt alle 26 Stunden der Notruf gewählt und in der Folge der Einsatz der Heider Feuerwehr erforderlich. Dies führte zu einem ausgelasteten ehrenamtlichen Engagement an den Einsatzstellen, das sich auf eine Gesamtdauer von 350 Stunden belief. Wie unser Kreisbrandmeister Martin Dreßler später in seinen Grußworten ausführte, stellte er wieder die höchst professionelle Zusammenarbeit an gemeinsamen Einsatzstellen fest.
Darüber hinaus machten sich unsere Kameraden in gleicher Stundenanzahl Wehrintern, auf Ausbildungsveranstaltungen, Vorstandssitzungen, Hydrantenkontrollen, Objektstudien, aber auch auf 33 Lehrgängen auf Amts-, Kreis-, und Landesebene stark. Unzählige weitere Veranstaltungen können hier gar nicht alle aufgeführt werden…
Bei der Feuerwehr ist eine regelmäßige Aus- und Fortbildung von essentieller Bedeutung. Im vergangenen Jahr wurden zudem neue Ausbildungsformate wie die themenbasierte Stationsausbildung oder die Zusammenarbeit mit externen Ausbildern in die Weiterbildung integriert. „Die regelmäßige Aus- und Fortbildung ist elementar für unseren Einsatzerfolg."
Neben anderen Faktoren ist auch die Nachwuchsförderung von entscheidender Bedeutung, wie Eichert in seiner Erläuterung noch einmal gesondert hervorhob. „Ohne die Jugendfeuerwehr wäre es um die Feuerwehr als Ganzes nicht gut bestellt.” An dieser Stelle sprach er seinen Dank stellvertretend für die gesamte Wehr an Mats Nitsch, seinen Stellvertreter Tom Baumöller sowie alle Ausbilderinnen und Ausbilder der Jugendfeuerwehr aus. In diesem Jahr konnten wir erfreulicherweise zwei Kameradinnen in die Einsatzabteilung übernehmen, die zuvor langjährige Mitgliedschaften in der Jugendfeuerwehr aufwiesen und sich dort bereits als Gruppenführungen engagierten.
Doch nicht nur die Jugendarbeit leistet einen wichtigen Stellenwert für die Generierung neuer Kameradinnen und Kameraden. Auch eine starke öffentliche Präsenz sorgt für Aufmerksamkeit in der Heider Bevölkerung und darüber hinaus, wodurch wir ein großes Vertrauen in dieser genießen dürfen. Hierfür bedankte sich Ortswehrführer Eichert besonders beim Team Presse- und Medienarbeit, welches auf beiden Ebenen eine hervorragende Arbeit leistet. Auch die Einführung des Gemeindewehr-Newsletter „Sprechwunsch 10“ zeigte sich als toller Erfolg.
Dass wir eine starke Gemeinschaft haben, zeigte sich im vergangenen Jahr auch wieder auf dem Heider Marktfrieden. Dieser wäre ohne die tolle Leistung der Feuerwehr gar nicht vorstellbar.
Des Weiteren ist wie im Jahr zuvor der Um- und Neubau unseres Feuerwehrgerätehauses am Kirchspielsweg ein Thema gewesen, welches im Verlauf des Jahres leider wider erwarten nur mit geringer Substanz gefüllt werden konnte. Hier sind wir weiter auf die Entwicklungen im laufenden Jahr gespannt.
Die Stadt Heide unternahm im vergangene Jahr auch weiterhin große finanzielle Anstrengungen, die Ausstattung der Feuerwehr Heide auf einen modernen, zeitgemäßen und vor allem bedarfsgerechten Stand zu bringen bzw. zu halten. Das die prekäre Haushaltssituation der Stadt Heide da leider wenig Spielraum biete, sei Eichert durchaus bewusst.
Neben den vielen großen und kleinen Beschaffungsmaßnahmen konnte im vergangenen Jahr die gesamte Atemschutztechnik auf das ESA-Steckanschlusssystem umgerüstet werden. Auch bei den Fahrzeugen und Großgeräten tut sich einiges. So haben wir Anfang letzten Jahres eine neue mobile Netzersatzanlage (NEA) mit Lichtmast in Dienst gestellt. Die Ersatzbeschaffungen für zwei Löschfahrzeuge erwarten wir im Verlauf des laufenden Jahres.
„Liebe Kameradinnen und Kameraden, herzlich danken möchte ich Euch für Euren unermüdlichen Einsatz. Eure Bereitschaft, in Notlagen für Andere da zu sein, ist eine wertvolle Tugend. Ihr schützt Leben, Eigentum und unsere Gemeinschaft – oft unter großem persönlichem Einsatz und ohne zu zögern. Eure Arbeit ist ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt.”
Mit diesen Worten schloss André Eichert seinen Jahresbericht und übergab das Wort an den nächsten Tagesordnungspunkt.
Weiter stellte unser Schriftführer Lorenz Stäker seinen Jahresbericht vor.
Aktive Mitglieder: 94, davon 12 weibliche (Durchschnittsalter: 37,2 Jahre) davon Atemschutzgeräteträger*innen: 46, davon 3 weibliche Jugendfeuerwehrmitglieder: 32, davon 13 weibliche (Durchschnittsalter: ca. 13,3 Jahre)
Unser Fachwart Atemschutz, Fabian Wegers, berichtete über ein ebenfalls herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr. So wurde bei rund 45 Einsätzen unter Atemschutz gearbeitet. Es wurde 269 mal Atemschutz von den AT-Trägern angelegt, was zu einer Gesamttragezeit von 7164 Minuten, also 119 Stunden führte.
Im Anschluss hielt Mats Nitsch seinen letzten Jahresbericht als Jugendwart der Gemeindejugendfeuerwehr Heide. Ein tolles Jahr liegt hinter unseren Nachwuchskräften; mit großartigen Veranstaltungen im Stadtgebiet, als auch mit Einladungen umliegender Jugendfeuerwehren zu gemeinsamen Übungen. Er stellte fest, dass unsere Nachwuchskräfte mit ihrem Engagement und ihrer Präsenz aus dem Stadtbild vieler Veranstaltungen nicht wegzudenken sind. So unterstützten unsere Jugendlichen beispielsweise beim Heider Abendstadtlauf bei der Sicherung der Laufwege, präsentierten sich aber auch umfangreich auf dem Heider Kindertag.
Auch ein 12-Stunden Dienst mit zahlreichen Übungseinsätzen sorgte für viel Freude bei unseren Feuerwehrfrauen und -männern der nächsten Generation. Abgerundet wurde das Dienstjahr im Dezember mit einem Kinobesuch, ein toller Abend für unsere Jungen und Mädchen sowie die Ausbilder und Gäste.
Zum Dank für ihr fleißiges Engagement, an über 42 Ausbildungsabenden und eben genannten Veranstaltungen ihre Zeit in die wichtige Nachwuchsarbeit zu investieren, erhielten alle Ausbilder von unserer Jugendwartung wie immer eine kleine Aufmerksamkeit überreicht. Ihnen galt zuvor noch einmal der große Dank unserer Wehr, stellvertretend vorgetragen durch Ortswehrführer Eichert.
Wahlen
Alljährlich standen mehrere Wahlen auf der Tagesordnung. Dies zeigt den demokratischen Charakter der Freiwilligen Feuerwehr, welcher bei uns sehr hochgehalten wird.
Als Wahlergebnisse können präsentiert werden:
Zugführer - Zug 1: Mirko Horstmann Gruppenführer - Gruppe 1: Fabian Sondergeld Gruppenführer - Gruppe 2: Lorenz Stäker Gruppenführer - Gruppe 3: Mats Nitsch Schriftführung: Anna Christiansen Jugendwartung: Chiara Rohde Ersatzkassenprüfer: Kim Salz Reservekassenprüferin: Laura Dohrn
Ehrungen und Beförderungen
Übernahme aus der Jugendfeuerwehr • Laura Dohrn • Kim Salz
Übernahme aus dem Probedienstverhältnis / Anwärterzeit • Dustin Dreßler • Dennis-Karol Plenikowski • Chiara Rohde • Momme Zins • Finja Glindemann • Kevin Thomsen • Lindsey Greinert
Beförderungen Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann • Jan-Philipp Schmidt
Hauptfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann mit drei Sternen • Tom Baumöller • Dustin Dreßler
Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister • Daniel Matthiesen • Timo Niehörster • René Wiechmann
Ehrungen für 10 Jahre Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr • Anna Christiansen • Benjamin Hübner • Lasse Petermann • Sabrina Kleebaum • Mats Nitsch • Melanie Stock • Tim Rusch
Ehrung für 20 Jahre Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr • Fabian Wegers
Besondere Ehrung für jahrzehntelange Mitgliedschaft im Vorstand • Guido Brandt • Matthias Scheel
Ehrung "Goldener Stiefel" • Dustin Dreßler
Abschließend stand noch eine letzte große Verleihung an; auch dieses Jahr konnte wieder ein Preisträger für den ‘Goldenen Stiefel - Auszeichnung für die Feuerwehrkraft des Jahres’ gefunden werden. Unser stellvertretender Ortswehrführer Marco Hansen überreichte, stellvertretend für den amtierenden Besitzer Mirko Horstmann, nach einer kurzen Laudatio dem Kameraden Dustin Dreßler unser prachtvolles Traditionsstück. Dustin erhält die Auszeichnung für seine hohe Dienstbeteiligung im vergangenen Jahr.
Für einen kurzen Moment der Ergreifung sorgte unser Kamerad Hartmut Wiechmann spontan zum Ende des Abends. Dieser überbrachte uns die seit vielen Jahren wohl klingende Glocke, welche unserer Feuerwehr von dem verstobenen Kameraden Hartmut "Hatschi" Selzer vermacht wurde. Wie schon zuvor, wird die Glocke auf Veranstaltungen wie dem Heider Marktfrieden weiter in guter Erinnerung an Hatschi erklingen.
Abschluss des Abends
Der abschließende Teil des Abends galt wie immer den verschiedenen Grußworten unserer Gäste.
Einen Rückblick auf die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Politik im Heider Rathaus, fasste unser Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat zusammen. Die Feuerwehr konnte umfangreiche politische Unterstützung in diversen Problemstellungen und Projekten erfahren, doch bleiben weiterhin Hürden in der Zusammenarbeit zu überwinden, um die Attraktivität unserer ehrenamtlichen Arbeit zu steigern sowie die Struktur unserer Feuerwehr zu fördern.
Unser Kreisbrandmeister Martin Dreßler stieß zu späterer Stunde nach einer vorangegangenen Veranstaltung dem Abend hinzu. Er berichtete über neue Ziele und Projekte des Kreisfeuerwehrverbands.
Auch der Leiter der TEL Dithmarschen und Amtswehrführer Heide-Umland, Henning Paarmann, richtete einige Worte an unsere Kameradinnen und Kameraden. Er bedankte sich für die tolle Zusammenarbeit im Einsatzgeschehen, wie auch in der gemeinsamen Ausbildung, beispielsweise der Fachgruppe Höhensicherung.
Erstmalig richtete unser neu gewählter zweiter stellvertretender Wehrführer Johannes Meyer die abschließenden Worte an die Versammlung. Er bedankt sich für das ausgesprochene Vertrauen durch seine Wahl und blickt auf einen Perspektivwechsel in der Feuerwehr. Nicht nur seine Funktion betreffend, auch die jungen Nachwuchskräfte im Vorstand wären ein frischer Wind in spannenden Zeiten unserer Wehr. Er sprach ihnen sein vollstes Vertrauen aus und freut sich auf ein tolles gemeinsames Jahr 2026!
Um ca. 23.30 Uhr konnte die Jahreshauptversammlung beendet werden. Natürlich blieben wir noch einige Zeit im Gerätehaus, auch nach diesem Abend durfte die Kameradschaftspflege natürlich nicht fehlen! |
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